Work

Den Rohstoff für meine Skulpturen und Objekte finde ich in Nebenprodukten der Natur und der Zivilisation. Gemeinsam ist allen Materialien, dass sie eine Reise gemacht haben, dass sie der Witterung, der Kraft des Wassers und der Benutzung durch die Menschen ausgesetzt waren. So sammle ich Bauabfälle, Schwemmholz und rostiges Metall an den Ufern des Rheins, zerbrochenes Glas an den Stränden Europas, die ehemals scharfen Kanten abgeschliffen im Wandel der Gezeiten. Der stetige Fluss des Wassers, mit seinen Lichtreflexionen auf der Oberfläche, und die Musik der Wellen machen die Flussufer für mich zu meditativen Orten. Hierher komme ich, um nachzudenken; um das Gleichgewicht zwischen Innen- und Aussenwelt, zwischen Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft immer wieder neu zu suchen. Es fasziniert mich, diese Fundgegenstände zu einem neuen Ganzen zusammenzufügen, dem Betrachter ihre Schönheit zu zeigen. Manche Objekte haben einen Klang, wenn man sie sanft bewegt – man darf und soll sie berühren, damit sie etwas von ihrer langen Reise erzählen.